Fachärzte bevorzugt der Fachrichtungen Innere Medizin, Gynäkologie, Chirurgie, Pädiatrie und Infektiologie können eine Zusatz-Weiterbildung „Tropenmedizin“ durchführen, um nach bestandener Überprüfung vor der für ihren Standort zuständigen Ärztekammer die Zusatzbezeichnung „Tropenmedizin“ führen zu können.

Als Ausbildungsinhalte der Weiterbildung sind die Erkennung, Epidemiologie, Prophylaxe und Behandlung von Erkrankungen und Gesundheitsstörungen, die in warmen Ländern auftreten. Diese gesundheitlichen Probleme treten im Allgemeinen aufgrund der besonderen Lebensumstände, die in subtropischen und tropischen Regionen herrschen auf. Aber auch durch die klimatischen Umweltbedingungen die zum Einen direkt auf den Organismus wirken und dadurch die Gesundheit beeinflussen, zum Anderen aber auch das Vorkommen und die Vermehrung von Krankheitserregern begünstigen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Weiterbildung liegt auf den für die Tropen typischen Infektionen viraler, mykotischer und bakterieller Genese. Ergänzend bilden Kenntnisse über klassische parasitäre Infektionen, wie sie in heißen Ländern anzutreffen sind, so wie die Erkennung, Diagnose und Therapie von Gifttierunfällen.

Nachdem die Aspiranten die vorgeschriebene Fachweiterbildung von 2 Jahren durchgeführt haben, sollten sie einen drei monatigen Weiterbildungskurs „Tropenmedizin“ absolvieren. Im Anschluss daran folgen dann drei weitere Jahre Weiterbildungszeit von denen 6 Monate eine reisemedizinische Tätigkeit an einem berechtigten Impfzentrum sein sollten, denen weitere 2 Jahre und drei Monate Weiterbildung in den Tropen oder Subtropen an mindestens 2 Aufenthaltsorten folgen.

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