Die Fortbildung zum Facharzt für Arbeitsmedizin bzw. die Zusatzweiterbildung Betriebsmedizin sieht eine Reihe an Kursen vor, die in drei Stufen mit jeweils zwei Abschnitten unterteilt sind. Die beiden Abschnitte jeder dieser Stufen sollten möglichst an der gleichen Einrichtung absolviert werden. Für jeden einzelnen dieser Abschnitte können je nach Landesärztekammer etwa 68 Fortbildungspunkte erlangt werden. Dafür umfasst jeder dieser Abschnitte 60 Stunden, unterteilt in die Vermittlung theoretischen Fachwissens, Gruppenarbeiten und je nachdem Betriebsbegehungen, Falldiskussionen und ähnliche Maßnahmen.

Aufgrund der besonderen Charakteristik dieses Medizinbereichs ist einer der wesentlichsten Faktoren in den Arbeitsmedizin die Kommunikation. Sei es, dass mit Betriebsräten, der Geschäftsleitung oder auch Ingenieuren und Technikern der Umwelt- und Sicherheitstechnik beraten und verhandelt werden muss, um Arbeitsabläufe und Arbeitsplätze zu optimieren oder Arbeiter und Angestellte beratend und aufklärend zu informieren. Dementsprechend wird den Themen Gesprächsführung und Moderation in den Ausbildungsmodulen schon von Beginn an verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt.

Da nach §2 der neuen WBO am Ende der Ausbildung eine ausführliche Prüfung vor der Ärztekammer verpflichtend ist, bieten viele Ausrichter spezielle Repetitorien und Intensivkurse zur Prüfungsvorbereitung an. Um zu dieser Prüfung zugelassen zu werden

Der Kostenpunkt beträgt pro Abschnitt zum Beispiel bei der SAMA (Sozial- und Arbeitsmedizinische Akademie Baden Württemberg) 530-€. Die Ruhr Universität bietet im Institut für Prävention und Arbeitsmedizin die Module für 675-€ für Nichtmitglieder und 615-€ für Mitglieder an. Dafür verkürzen sich die Präsenzzeiten um einen Tag, da ein Teil der Theorie ganz modern per e-learning vermittelt wird. Aber auch einige Landesärztekammern und private Anbieter bieten diese Lehrgänge an.

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