Der Facharzt/die Fachärztin für Öffentliches Gesundheitswesen hat nicht nur sehr verantwortungsvolle, sondern auch sehr vielfältige Aufgabengebiete zu meistern. Aus diesem Grund sehen die deutschen Ärztekammern eine theoretische Weiterbildung von mindesten 720 Stunden über 6 Monate vor. Die gesamte Weiterbildungszeit umfasst 60 Monate und besteht zusätzlich zum Kurs aus 18 Monate in einer Einrichtung des öffentlichen Gesundheitswesens (davon 9 Monate an einem Gesundheitsamt) und 36 Monate in Gebieten mit unmittelbarer Patientenversorgung (davon 6 Monate in Psychiatrie oder Psychotherapie).

Immerhin beinhaltet das Ressort des öffentlichen Gesundheitswesen die Begutachtung, Beobachtung und Wahrung aller gesundheitlichen Belange der Bevölkerung. Dazu gehört auch eine beratende Funktion für Träger öffentlicher Aufgaben und Planungen, die Planung, Durchführung und Überwachung von Maßnahmen zur Förderung der öffentlichen Hygiene und die Gesundheitsförderung und Krankheitsvermeidung auf allen Ebenen.

Die Einsatzgebiete für Fachärzte für Öffentliches Gesundheitswesen umfassen die Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung, Prävention, Medizinalaufsicht, Schul- und Jugendmedizin, Umwelt- und Infektionshygiene und das Impfwesen genauso wie medizinische Begutachtungen, die Psychiatrie und die Forensik. Das notwendige theoretische Rüstzeug dafür erhalten Sie in sechs thematisch abgeschlossenen Modulen, die Sie in beliebiger Reihenfolge absolvieren können. Nach der erfolgreichen Teilnahme an allen sechs Modulen und Erfüllung der anderen Zulassungsbedingung können Sie bei Ihrer zuständigen Ärztekammer einen Antrag zur Ablegung der Facharztprüfung stellen. Zum Teil wird die Weiterbildung zum Facharzt für Öffentliches Gesundheitswesen von den zuständigen Landesämtern kostenlos angeboten. Die Kurse richten sich an Ärzte aller Fachrichtungen. Angeboten werden die Facharztweiterbildungen zum Teil von öffentlich-rechtlichen Trägern, den Ärztekammern und den Landesämtern.

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